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Zusammenfassung DNA

1. Bausteine der DNA

DNA mRNA
Grundaufbau Nukleotide, bestehend aus Zucker, Phosphat, Base Nukleotide, bestehend aus Zucker, Phosphat, Base
Basen Thymin, Adenin, Guanin, Cytosin Uracil, Adenin, Guanin, Cytosin
Zucker Desoxyribose Ribose
Struktur Doppelsträngig Einzelsträngig
Länge Sehr lange (ca. 2cm) Kurz
Funktion Speicherung der Erbinformation Weiterleitung der Erbinformation

Beispiel:
- Normal: 3’TTGAGGCTAGATACCGAACCTTCT 5’
- Transkribiert: 5’AACUCCGAUCUAUGGCUUGGAAGA 3’


2. Aufbau der DNA – Skizze

  • Doppelhelix
  • Antiparallel: 5’→3’ vs. 3’→5’
  • Basenpaarung: A–T, G–C
  • Rückgrat: Zucker-Phosphat wechselnd

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3. DNA-Replikation – Ablauf & beteiligte Moleküle

Molekül Funktion
Helicase entwindet und trennt die Doppelhelix
Primase bildet ein kurzes RNA-Primer
DNA-Polymerase III baut neuen Strang nur 5’→3’
DNA-Polymerase I ersetzt RNA-Primer durch DNA
Ligase verbindet Okazaki-Fragmente
  • Leitstrang: kontinuierlich
  • Folgestrang: diskontinuierlich (Okazaki-Fragmente)

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4. PCR – Ablauf & Zutaten

Zutat Erklärung
Template-DNA die zu kopierende Sequenz
Primer kurze DNA-Stücke, die Anfang und Ende markieren
Taq-Polymerase hitzebeständiges Enzym aus heißen Quellen

3 Schritte (Zyklus, 30×):
1. 94 °C – Denaturierung (DNA wird einsträngig)
2. 50-60 °C – Primer binden (Hybridisierung)
3. 72 °C – Taq baut Strang auf (Synthesevorgang)

PCR Replikation
Was wird kopiert? Ausgewählter Abschnitt der DNA Gesamtes Genom
Eingesetzte Primer RNA Primer DNA Primer
Beteiligte Enzyme Taq Polymerase Helicase, Polymerase (1, 2, 3), Ligase, Primase
Wie entstehen die beiden Stränge? (kontinuierlich / diskontinuierlich) Beide Einzelstränge entstehen kontinuierlich Leitstrang entsteht kontinuierlich, Folgestrang diskontinuierlich

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5. Protein – Aufbau & Körperfunktionen

  • Grundbaustein: 20 Aminosäuren
  • Verknüpfungen:
    • Von Peptidbindung
      • Eine Peptidbindung entsteht, wenn die Carboxylgruppe einer AS mit der Aminogruppe einer anderen AS reagiert
    • zu Polypeptid
      • Mehrere Peptidbindungen
    • zu Protein
      • Mehrere Polypeptide

Funktionen & Beispiele:

Funktion Beispiel
Enzym Tyrosinase (Albinismus)
Transport Hämoglobin
Abwehr Antikörper
Bewegung Aktin & Myosin

6. Peptidbindung – wie entsteht sie?

Eine Peptidbindung entsteht, wenn die Carboxylgruppe einer AS mit der Aminogruppe einer anderen AS reagiert


7. Prokaryoten vs. Eukaryonten – Proteinsynthese

Merkmal Prokaryoten Eukaryonten
Zellkern fehlt vorhanden
Transkription & Translation gleichzeitig im Cytoplasma getrennt (Kern / Cytoplasma)
mRNA-Reifung kein Spleißen Spleißen: Introns raus, Exons zusammen
mRNA-Lebensdauer kurz lang (Poly-A-Schwanz, 5’-Kappe)

8. Alternatives Splicing – ein Gen, viele Proteine

  • Prä-mRNA enthält Exons (Protein-Teile) und Introns (Zwischenteile)
  • Zelle kann Exons überspringenverschiedene mRNAsverschiedene Proteine

Beispiel:
- Apfel-Wähe-Exon einbauen → Apfel-Wähe-Protein
- Aprikosen-Wähe-Exon einbauen → Aprikosen-Wähe-Protein
Gleiches Gen – zwei Produkte!


9. Transkription & Translation – Ablauf & Beteiligte

Transkription (im Kern)

  • RNA-Polymerase bindet Promotor → öffnet DNA → baut prä-mRNASpleißenreife mRNA

Translation (am Ribosom)

  • mRNA = Bauplan
  • tRNA = Dolmetscher & Lieferwagen (Anticodon + Aminosäure)
  • Ribosom = Werkstatt (A- & P-Stelle)
  • Polypeptid wächst → Protein

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10. Codesonne verwenden – DNA → mRNA → Protein

Regeln:
- DNA → mRNA: Adenin (A) → Uracil (U)
- Codon = 3 Basen → 1 Aminosäure
- Startcodon: AUG (Methionin)
- Stoppcodons: UAA, UAG, UGA

Beispiel:
DNA: 3' TAC AAA CGG 5'
→ mRNA: 5' AUG UUU GCC 3'
→ Protein: Met-Phe-Ala


11. Mutation – Was, wie, Wirkung

Definition:
„Veränderung der DNA-Sequenz“ – wie Tippfehler im Bauplan

Nach Art der Veränderung

  • Punktmutation (Einzelne Base):

    • Stumme Mutation: Base getauscht, Codon ändert sich, Aminosäure bleibt gleich (Degeneration).
    • Fehlsinn-Mutation: Base getauscht → andere Aminosäure.
    • Unsinn-Mutation: Base getauscht → Stopp-Codon, Protein abgebrochen.
  • Insertion: Basen hinzugefügt.

  • Deletion: Basen wegfallen.

  • Rasterverschiebung: Insertion/Deletion in nicht-durch-3-teilbarer Länge → alles danach falsch gelesen.

  • Spontane Genmutation: ohne äußere Einwirkung (z. B. Replikationsfehler).

  • Mutagene Stoffe:

    • Umwandlung einer Base (z. B. Cytosin → Uracil).
    • Ersatz einer Base (falsche Base eingebaut).
    • Einschub (Base zusätzlich eingefügt).
  • Mutagene Strahlen:

    • Ionisierende Strahlen: brechen DNA-Strang – direkt oder indirekt (über freie Radikale).
    • UV-Strahlen: bilden Thymin-Dimere (Base klebt an Base).
  • Somatische Mutation: in Körperzelle, nicht vererbt.

  • Keimbahn-Mutation: in Eizelle oder Spermium, wird vererbt.

  • Genmutation: einzelne Basen (kleinster Bereich).

  • Chromosomenmutation: größere Bereiche (mehrere Gene) auf einem Chromosom.

  • Genommutation: ganze Chromosomen zu wenig/zu viel.

    • Polyploidie: alle Chromosomen mehrfach.
    • Aneuploidie: einzelne Chromosomen mehrfach.

Beispiele:

Krankheit Art der Mutation Gen / Veränderung Wirkung
Albinismus Punktmutation TYR-Gen defekte Tyrosinase → kein Melanin, helle Haut
Sichelzellenanämie Punktmutation 1 Base CTG → CAG falsche Aminosäure → sichelförmige rote Blutzellen
Mukoviszidose Deletion 3 Basen fehlen CFTR-Protein falsch gefaltet → dickflüssiger Schleim
Laktoseintoleranz Punktmutation MCM6-Gen C→T Laktase-Gen bleibt an, Erwachsene können Milchzucker verdauen